Dienstag, 15. Januar 2013

Zwischenstopp in Lima

Da wir leider Laura wieder nach Hause schicken mussten, bevor es nach Cusco ging, haben wir einen dreitägigen Zwischenstopp in Lima gemacht. Auch da war es schön und wir hatten Spaß... Mit den zwei Chaoten Schüler und Preindl verbrachten wir einen Tag in Miraflores am Meer. Das Larcomar ist hier der richtige Ort um bei Sonnenuntergang gemeinsam zusammenzusitzen. 


Das Sandwich im La Lucha darf natürlich auch nicht vergessen werden - das wird der Obi wohl am Meißten vermissen... :)


Im Stadtteil wo ich wohne, in La Molina haben wir uns verbotenerweise in die kleine Parkanlage mit Schwimmbad gelegt um uns noch ein bisschen zu erholen, bevor die große Trekkingtour beginnt. Nachdem wir aber ein seufzerisches "Señor, por favor" von uns gaben, durften wir dann doch ein paar Stunden mit Erlaubnis im Park verbringen :-)


Die letzten Blicke von meiner schönen Terasse....

 
Und ich konnte die Jungs dann doch noch von der Maniküre überzeugen und sie haben sich getraut. Danach waren sie voll und ganz begeistert und nahmen sich das auch für Deutschland vor :-)


Sonntag, 13. Januar 2013

In Peru, in Peru, in den Anden...

Zwei Nachtfahrten brachten uns hoch hinauf in die schöne Berghütte The Way Inn auf 3700 Höhenmeter in Huaraz.



Die Lodge war total abgelegen - wir sind 40 Minuten mit dem Taxi über Feldwege gefahren um dort anzukommen... Morgens habe ich geholfen, die Enten und Fische zu füttern, um abends auch etwas leckeres auf den Tisch zu bekommen :) Die Besitzer und Arbeiter waren uns ein bisschen ungeheuer, da sie sehr alternativ wirkten und uns teilweise sprachlos machten. Die Hauptaktivität die man dort oben machen kann ist wandern, damit haben wir direkt begonnen:


Entlang des Flusses mussten wir immer wieder Ströhmungen und Gestrüpp durchqueren...


König der Löwen :)






Die Höhe machte uns doch ganz schön zu schaffen und schnell waren wir alle am Ende....



Während sich die Jungs am Straßenrand unterm Baum amüsierten, machten Laura und ich einen Besuch bei einer Familie auf dem Feld, die gerade ihre Mittagspause machte.



Von jung bis alt ist dort jeder mit auf dem Feld dabei und muss mit anpacken... Sie wollten, dass Laura mit der Kuh arbeitet und waren schon kurz davor die Kuh herzuholen. Dann haben wir aber schnell den Abflug gemacht... Leider konnten wir nicht alles verstehen, da die Familie hauptsächlich noch die Ursprache Quechua spricht...

Als wir zurückkamen mussten wir uns alle in unserem "Cave" erholen. Der Cave ist ein Dorm, in Felsen gebaut und besteht aus 12 Betten. Gott sei Dank waren es nur wir sieben, sonst wäre es noch kuscheliger geworden...




 
Und die Sonne geht unter....


Abends blieb uns nicht viel mehr übrig, als uns nach dem Essen an den Kamin zu setzen und unzählige Runden von Arschloch zu spielen....

Tag 2: Die große Wanderung von 3700 auf 4500 Meter hoch!
Geweckt wurden wir von Preindl's Schrei, nachdem sich ein kleiner Hund in unsere Hütte geschlichen hatte, auf sein Bett hüpfte und ihm freundlich das Gesicht leckte :-)
 
Da waren's nur noch vier... Maxi hatte Soroche, die Höhenkrankheit, ihm ging es richtig schlecht. Obi und sein Magen waren auch keine besten Freunde und der Schüler musste aufgrund von ernährungsbedingten Problemen zu Hause bleiben. Also sind Paddi, Laura, Schüler und ich losmarschiert. 


Peter Lustig und der Cowboy :)



Der etwas schneebedeckte Berg ganz hinten war unser Ziel...
 

Klettern gehörte auch dazu...




Als wir nicht mehr weiter wussten, frugen wir zwei Frauen die mit ihren Tieren unterwegs waren nach dem Weg. Der Wachhund hielt mich zuerst für einen Feind und hat mich fast am Bein gepackt - hat dann aber doch nur meine Hose erwischt... Die Bäuerin hat ihn auf Quechua beschimpft und meinte freundlich zu mir "Lasst uns zusammen gehen, wir müssen auch in die Richtung". Da sag ich noch: "Oh jeee, das wird aber eine Weile dauern mit der Herde von bestimmt über 50 Tieren und zwei alten Frauen." Da haben sie uns aber überrascht. Wir sind beinahe nicht mehr hinterher gekommen, so schnell sind die zwei Frauen mit ihren etwa 40 Schafen, 4 Hunden, Kühen, Pferd und Esel den Berg hochmarschiert.





Warum jedoch Kühen Steiner hinterher geworfen werden, dass sie laufen, verstanden wir nicht... Unsere Quatschköpfe Laura und Paddi mussten das natürlich gleich nachmachen....




Da ist er: unser Endgegner! Die letzten 20 Minuten galt es den Felsen entlang des Wasserfalls nach oben zu klettern, um zur Laguna Churup zu gelangen... Laura's und meine Gefühlslage wollen wir jetzt besser nicht beschreiben. 
Fakt ist, wir haben es geschafft!!!





Ein schöner und anstrengender Aufenthalt in den Bergen geht zu Ende... Im Ort unten haben wir nochmals zwei Gerabronner getroffen. Und da sagt mal noch einer, man ist am anderen Ende der Welt....



Da es Laura's vorletzter Tag war, ist sie glücklicherweise auch noch zu ihrem Alpaka und Meerschweinchen gekommen.... Einmal zum Streicheln, einmal zum Essen :)



 


Sol, playa y fiesta

Mein Fanclub ist angekommen, juhuuuuu :) Paddi nannte das so, da er und Maxi mir damals nach Irland auch hinterher gereist sind. Maxi darauf: "Man wäre ja dumm, wenn man nicht zur Sarah reist, da ist schon immer alles organisiert. Man muss selbst nichts machen!" Aber zum Glück mache ich es ja immer gerne und bin auch überglücklich meine Jungs in meinen letzten Wochen hier bei mir zu haben :-)

Laura und ich haben die Jungs nach ihrer ersten Nacht in Lima am Hostel abgeholt um unsere Tour zu starten.
Wie auch sonst, haben wir sie dort angetroffen:


Bevor es losging, sind wir erst einmal die Route durchgegangen. Ich dachte mir nämlich schon, dass die Jungs ziemlich uninformiert über Peru bei mir ankommen werden :-)


Und los geht die Chaotenfahrt


Eine 21-stündige Busfahrt wartete auf uns, die uns in den Norden Peru's ins Bade- und Partyparadies nach Máncora führte. 


Das peruanische Cola: INCA KOLA


Die Jungs hatten tatsächlich Angst, wir würden mit solch einem Bus starten. Glücklicherweise hatte ich einen organisiert, in dem man es 21 Stunden ganz gut aushielt :)
 

Wir sind in unserem Paradies, im Laguna Surf Camp, angekommen... Eine Area mit Palmen, Bungalows, Hängematten und einer verrückten Besitzerin namens Pilar. Dort ließ es sich vier Nächte sehr gut leben...





Das kleine Bad war versteckt hinter einer Bastwand, warmes Wasser gab es nicht und unordentlich war es auch sofort. Wir waren trotzdem glücklich!


Auch unser belgischer Koch hat uns mit allem Nötigen versorgt:


Tagsüber sah es meist so aus:




Taxifahrt zum Strand "Punta Sal". 8 Leute in einem 5-Sitzer, das ist hier ganz normal... Die zwei Peruaner, die schon im Taxi saßen, steckte der Fahrer in den Kofferraum, dass wir Platz hatten :)


Wer hat die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss geklaut????
 


Nachts sah es ein wenig anders aus :-)

Bevor es losging...


Für unseren großen Patrick sind die peruanischen Stühle einfach nicht gemacht...

 Na wer ist das?


Laura und Sabrina haben sich gleich super mit dem DJ verstanden und waren den ganzen Abend VIP...


Ist sie nicht goldig? :)
Da konnte Laura noch lachen... Nachdem Maxi ihr aber eine Kröte aufs Bett geworfen hatte, war nichts mehr mit Schlafen....


Auch die Silvesternacht war spitze! Einmal am Strand mit einer Menge von Leuten in das neue Jahr zu feiern, hat man auch nicht immer....

Eine ganze Gruppe von Deutschen hat sich zusammengefunden - sogar auch Hohenloher! Die Welt ist so klein...


Da hat er doch tatsächlich mal kurz einen Tausch mit der Polizei gemacht....



Wie schön, dass auch meine Kely mit ihrer Mama Silvester in Máncora verbrachte... 


Fünf Tage in Máncora, die wir wohl nie vergessen werden... Die erste Nacht, und Laura und ich gingen gleich mal verloren... Dabei denken doch alle die Jungs passen auf uns auf. Ein Glück ist die Polizei immer ein guter Freund und Helfer und kümmerte sich um uns zwei verlorenen Mädels... Wie schön, dass die Jungs schon friedlich im Bungalow schliefen, ohne jegliche Sorgen :-)
Silvester mussten wir beinahe plank verbringen. Kein Bankautomat in Máncora hat mehr funktioniert... Nachdem wir mit dem Taxi von Ort zu Ort reisten, sind wir doch noch mit ein paar Soles davon gekommen.
Die Silvesternacht exkl. Obi und das Mototaxi - 10 SOLES :D
Schön war's!

Um zum nächsten Ziel, nach Huaraz zu kommen, mussten wir einen Zwischenstopp in Trujillo einlegen. 
Müde vom Feiern und Busfahren waren wir wie Penner am Busbahnhof aufzufinden.


Da ich in Trujillo schon einmal war, wollte ich mir einen schönen Tag am Strand machen, während die anderen vier das Kulturprogramm mitmachten...






Von diesem Tag an hatten wir noch zusätzliche Chaoten im Gepäck: die zwei Hohenloher Schüler und Preindl unterhielten uns stets gut... Da war mein Ruhetag auch schon fast wieder vorbei, da die zwei Helden weder Spanisch sprechen noch irgendetwas organisiert hatten... Das hat denen natürlich gepasst bei uns mit einzusteigen, da ist ja schließlich die Sarah, die das machen kann.... :)


ALEMANIA!!


Frische Rinderherzen und scharfe Soße - das hat den Jungs geschmeckt....



Kurze Zeit waren wir auf dem Plaza de Armas die Hauptattraktion! Warum auch immer... Vermutlich zwecks Obi's und Paddi's Größe - die beiden fallen einfach auf, wenn sie zwischen den Peruanern hindurch gehen. Auf dem Platz hatte eine wirklich gute Musikkapelle gespielt - die war für kurze Zeit einfach uninteressant, weil alle Augen auf uns fielen.....


Die zwei Mädels haben Laura und mich bestimmt 10 Minuten angestarrt, bis sie sich trauten uns Fragen zu stellen... Welche Sprache sprecht ihr? Wo schlaft ihr heute Nacht? Mit was für einem Geld bezahlt ihr eure Kleidung? etc. Nachdem wir den beiden einen Euroschein zeigten, fragten sie ob das Spielgeld wäre... Echt süß die zwei...